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ETA erschiesst baskischen Geschäftsmann

Nach acht Jahren hat die ETA zum ersten mal wieder einen baskischen Geschäftsmann ermordet. Zwei Mitglieder der Terror-Organisation schossen den Bauunternehmer Iñaki Uria direkt ins Gesicht, bevor sie flüchteten und entkamen. Nach der Verhaftung eines der Köpfe der Gruppe, des Eta-Führers Mikel de Garikoitz Aspiazu in Frankreich vor zwei Wochen hatte die baskische Polizei Vergeltungsschläge befürchtet.

Die Firma des Opfers ist am Bau einer Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Paris und Madrid beteiligt, die von der ETA abgelehnt wird. „Das Projekt eines unabhängigen Baskenlandes soll hier im Beton versenkt werden“ so die Erklärung der ETA zu der Bahnlinie.

Iñaki Uria war vorgewarnt: schon mehrmals waren Baufahrzeuge seiner Firma abgefackelt worden und auch die „Revolutionssteuer“ an die ETA hatte er wohl nicht bezahlt. Trotzdem wollte er sich nicht von Leibwächtern schützen lassen. Eine Vereinigung baskischer Geschäftsleute erklärte, sie werden sich vom ETA-Terror nicht einschüchtern lassen, sondern ihre Geschäfte wie gewohnt weiterführe. „Damit erweisen wir dem Baskenland den besten Dienst“ sagte ihr Sprecher

In ganz Spanien aber auch im Baskenland selber hat dieses neue Attentat Trauer und Indignation ausgelöst. Iñaki Uria ist das vierte Todesopfer der ETA im Jahr 2008.

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